Hallo meine Lieben!
Fuer alle, die noch meinen Blog verfolgen werden gemerkt haben, dass ich schon seit einiger Zeit nichts mehr gepostet habe. Das liegt daran, dass ich in letzter Zeit leider nicht so viel Zeit hatte an meinem Blog weiterzuschreiben, da ich zusaetzlich zum Blog auch noch Rundmails schreibe.
Deshalb habe ich mich nun dazu entschieden nur noch an meinen Rundmails weiterzuschreiben.
Alle, die trotzdem wissen wollen, was so in meinem Leben vorgeht, koennen mir gerne eine Email an michelle22hdn@yahoo.de schreiben, dann werde ich diese Personen mit in meinem Verteiler nehmen.
Auf meiner Facebookseite www.facebook.com/shelly.en.bolivia werde ich aber weiterhin Fotos aus meinem Alltag veroeffentlichen.
Saludos y un beso
Shelly
Michelle en Bolivia
Mittwoch, 21. Januar 2015
Sonntag, 12. Oktober 2014
Tag der Deutschen Einheit, 2.Hochzeit und ganz viel Stress...
Hallo alle zusammen!
Unglaublich, dass jetzt schon Oktober ist...
In der Zeit zwischen dem letzten Post und jetzt ist natuerlich unglaublich viel passiert und davon will ich jetzt berichten:
An einem Wochenende haben wir uns alle, also Rebecca, Johanna und ich (Annika war auf einer Hochzeit) bei Miguel, einen guten Freund von Rebecca, getroffen um zusammen Karaoke zu singen. Neben Englisch haben wir auch Deutsch, Spanisch und Portugisisch gesungen. Das alles ging dann unglaubliche 8 Stunden! Es war ein Wunder, dass wir alle am darauffolgenden Tag noch Stimme hatten.
Was mir hierbei wieder aufgefallen ist, dass es hier kein Lärmschutzgestz oder ähnliches gibt. Denn man kann hier eigentlich solange und an jedem Tag Fiesta machen, je nachdem wie man Lust hat. So hatte sich auch keiner beschwert, dass wir 8 Stunden am Stück Karaoke gesungen hatten.
Vor dem Karaoke waren wir alle aber noch beim Friseur. Da war Radikalveränderung angesagt! Johanna und Maraike (eine neue ICBA-Freiwillige) waren mutig und ließen sich die Haare bis auf einen Zentimeter abrasieren.
Ich hatte nicht den Mut dazu, habe jetzt aber trotzdem 25cm meiner Haare an meiner Wand hängen :D (Fotos gibts später ;)).
Die darauffolgende Woche war unglaublich stressig, denn da hieß es: Feria vorbereiten! Bei der Feria, die im ICBA stattfinden sollte, ging es darum, dass sich alle sozialen Projekte, die von Deutschen unterstützt werden, sich vorstellen sollten, also ihre Arbeit und ihre Pläne für die Zukunft. Und wann sollte das alles stattfinden? Natürlich, am Tag der Deutschen Einheit! (An welchem Tag sonst? ;))
Und so wie die Bolivianer gesinnt sind, ist es Angie natürlich erst im letzten Moment eingefallen, dass wir uns dafür anmelden und etwas vorbereiten müssen.
So waren wir 5 Tage vor der Feria schwer damit beschäftigt ein Banner zu erstellen mit Fotos und Informationen von bzw. über die Fundacion Hilando Suenos.
Nachdem wir eine Vorlage für das Banner innerhalb von wenigen Stunden erstellt hatten, brachten wir es sofort am Dienstag in eine Druckerei. Doch auch hier kam es zu Komplikationen - der lockeren Einstellung der Bolvianer haben wir dies zu verdanken.
Denn der Ablauf lässt sich folgendermaßen veranschaulichen:
Ich komme zu Hause an und erzähle Angie von dem Vorfall. Auch Sie ist genervt und ruft direkt in der Druckerei an.
"Wird das Banner morgen fertig sein? Wir brauchen es nämlich sehr dringend!"
"Ja, so gegen 9.30h. Wir hatten nämlich kein grau."
"Aber warum sagen Sie uns das denn nicht vorher?!"
"Das ist nicht unsere Schuld. Wir konnten es Ihnen doch nicht früher sagen, da sie sich heute zum ersten Mal nach dem Banner erkundigt haben."
"Nein, das stimmt nicht, wir sind jetzt schon das 3. Mal bei Ihnen gewesen und da haben Sie nicht ein einziges Mal erwähnt, dass sie kein Grau haben. Außerdem sollten es bereits Mittwochnachmittag fertig sein. War es aber nicht, sodass sie es auf heute verschoben haben, doch auch heute ist es noch nicht fertig. "
"Gut, morgen um 9.30h können Sie es sich abholen".
"9.30h ist viel zu spät! Wir brauchen es bis 10h morgens!"
Angie legt auf.
Freitagmorgen um 8.30h:
Bereits um 8.30h erscheine ich in der Druckerei um ein bisschen zu hetzen. "Wie sieht es mit dem Banner aus. Ist es endlich fertig?"
"Nein, unser Photoshopper ist noch nicht da, um das Grau in Schwarz umzuändern."
"Aber ich brauche das Banner bis 10h!"
"Sie müssen aber noch warten. Sie können gleich noch einmal wiederkommen..."
"Oh nein, ich warte so lange bis das Banner fertig ist!"
Nach ca. 1/2 Stunde taucht endlich der Photoshopper auf um das Banner noch einmal zu bearbeiten. Dann endlich der ersehnte Moment: Das Banner wird gedruckt!
Und tatsächlich: Um 9.28h kann ich endlich das Baner in den Händen halten.
Mit dem Banner in der Hand kann ich endlich arbeiten gehen.
Doch da geht der Stress weiter: Wir brauchen noch Spendenboxen Produkte zum Verkaufen und die dazugehörigen Preise. Es ist bereits 11h und wir müssen bereits um 1h die Fundacion verlassen. Außerdem hatte uns Angie heute morgen (!) damit beauftragt Flyer und Prospekte auszudrucken. Total gestresst machen wir uns an die Arbeit. Und siehe da: Wir schaffen es nicht rechtzeitig und konnten die Fundacion erst um 15h verlassen.
Zum Glück kamen wir dennoch rechtzeitig an um unseren Stand aufzubauen und vorzubereiten. :D Erleichterung pur!
Die Feria an sich war sehr interessant mit anzusehen, da uns erst hier bewusst wurde, wie viele deutsch Projekte und allgemein Deutsche in Cochabamba stationiert sind. So brauchten wir an dem Abend nicht ein einziges Mal Spanisch zu sprechen, da sooo viele Deutsche vor Ort waren.
Nach der Feria, die bis ungefähr 20h ging, wurde ausgiebig gefeiert. Immerhin war das unser Tag! Zudem kam noch hinzu, dass es der 1. Freitag im Monat war, sodass auch die K oa gefeiert wurde (Was das ist, könnt ihr in den vorherigen Posts nachlesen;) ). So war das eine sehr schöne Mischung aus deutschen und bolivianischen Traditionen. Mit Karaoke liessen wir diesen Abend ausklingen.
Der naechste Tag war schon wesentlich entspannter. So konnte ich den Morgen mit der Familie verbringen. Unerwartet bekamen wir Besuch von Anne (meiner deutschen Mentorin) und Hanna (die Freundin von Dennis), die die schwangere Delina einmal besuchen wollten. Zusammen mit Ihnen assen wir dann zu Mittag und machten uns noch einen gemuetlichen Nachmittag mit Waffeln, Kaffee und Spielen.
Danach musste ich mich fertig machen, da ich zum 2. Mal auf einer Hochzeit eingeladen war. Diesmal aber zusammen mit Rebecca.
Diese war anders als die 2. Hochzeit gestaltet, denn die erschien mir etwas "westlicher". Denn hier fand unter anderem auch das "Brautstraussfangen" statt und noch viele andere Sachen. Aber insgesamt auch eine sehr schoene Hochzeit :).
Am Sonntag hieß es dann erst einmal: Ausschlafen! Nach der Hochzeit ist das denke ich auch verständlich :). Am Abend waren Johanna und ich zusammen mit Annika und Rebecca noch mit ein paar anderen Bolivianern zum Pique (ein typisch bolivianische Gericht) essen verabredet, welches sogar von Ihnen gekocht wurde. Muy rico!
Die darauffolgende Woche wieder einmal sehr aufregend für die Fundacion, denn wir haben wir die Kinder ein tägliches Frühstück eingeführt. So machten wir uns am Montagmorgen schon früh auf um Früchte und Milch für die Kinder zu kaufen. Glücklicherweise kam das Frühstück sehr gut bei den Kindern an. Genauso wie das Prgram, welches wir für sie erstelt haben, welches aus Origami, Sport, Musik, Spielen und Basteln besteht.
Das Wochenende war mal wieder sehr aufregend, da Maraike und Génesis am Freitag Geburtstag hatten. Zudem ist Delina Tochter am Freitag per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen. Willkommen in der Familie Maya Rebeca!
Für Maraike war eine Überraschungparty mit Torte, Pizza und Geschenken geplant, die uns auch super gelungen ist!
Génesis widerum bekam von Anne, Johanna und mir einen Kindergeburtstag mit Schatzsuche, Spielen und Torte organisiert. Auch diese war ein voller Erfolg!
Nach dem ganzen Stress musste am Sonntag wieder ausgeschlafen werden. Nicht ohne Grund, da auch sie Wahlen am Sonntag stattfanden. Für diesen Anlass wurden alle Verkehrmittel für diesen einen Tag aus dem Verkehr genommen, damit nicht die Möglichkeit bestehe, dass jemand in zwei Städten wählt. Interessant hierbei ist, dass in Bolivien Wahlpflicht herrscht. Denn wenn es einer riskiert nicht wählen zu gehen, so muss er damit rechnen, die nächsten 3 Monate keine Bankgeschäfte machen zu gehen.
Wer die Wahl gewonnen hat, gibt´s im nächsten Post zu lesen!
Bis dahin
Besos
Shelly
Unglaublich, dass jetzt schon Oktober ist...
In der Zeit zwischen dem letzten Post und jetzt ist natuerlich unglaublich viel passiert und davon will ich jetzt berichten:
An einem Wochenende haben wir uns alle, also Rebecca, Johanna und ich (Annika war auf einer Hochzeit) bei Miguel, einen guten Freund von Rebecca, getroffen um zusammen Karaoke zu singen. Neben Englisch haben wir auch Deutsch, Spanisch und Portugisisch gesungen. Das alles ging dann unglaubliche 8 Stunden! Es war ein Wunder, dass wir alle am darauffolgenden Tag noch Stimme hatten.
Was mir hierbei wieder aufgefallen ist, dass es hier kein Lärmschutzgestz oder ähnliches gibt. Denn man kann hier eigentlich solange und an jedem Tag Fiesta machen, je nachdem wie man Lust hat. So hatte sich auch keiner beschwert, dass wir 8 Stunden am Stück Karaoke gesungen hatten.
Vor dem Karaoke waren wir alle aber noch beim Friseur. Da war Radikalveränderung angesagt! Johanna und Maraike (eine neue ICBA-Freiwillige) waren mutig und ließen sich die Haare bis auf einen Zentimeter abrasieren.
Ich hatte nicht den Mut dazu, habe jetzt aber trotzdem 25cm meiner Haare an meiner Wand hängen :D (Fotos gibts später ;)).
Die darauffolgende Woche war unglaublich stressig, denn da hieß es: Feria vorbereiten! Bei der Feria, die im ICBA stattfinden sollte, ging es darum, dass sich alle sozialen Projekte, die von Deutschen unterstützt werden, sich vorstellen sollten, also ihre Arbeit und ihre Pläne für die Zukunft. Und wann sollte das alles stattfinden? Natürlich, am Tag der Deutschen Einheit! (An welchem Tag sonst? ;))
Und so wie die Bolivianer gesinnt sind, ist es Angie natürlich erst im letzten Moment eingefallen, dass wir uns dafür anmelden und etwas vorbereiten müssen.
So waren wir 5 Tage vor der Feria schwer damit beschäftigt ein Banner zu erstellen mit Fotos und Informationen von bzw. über die Fundacion Hilando Suenos.
Nachdem wir eine Vorlage für das Banner innerhalb von wenigen Stunden erstellt hatten, brachten wir es sofort am Dienstag in eine Druckerei. Doch auch hier kam es zu Komplikationen - der lockeren Einstellung der Bolvianer haben wir dies zu verdanken.
Denn der Ablauf lässt sich folgendermaßen veranschaulichen:
Dienstagnachmittag um 17.30h:
Angie und ich gehen gemeinsam zur Druckerei um das Banner mithilfe unserer Vorlage drucken zu lassen. Wir erkundigen uns über die Preise und Größe des Banners. Ich bin am Mittwochmorgen um 9.30h mit dem Photoshopper verabredet, um das Design des Banners noch einmal zu besprechen und zu bearbeiten.
Mittwochmorgen um 8h:
Es gibt Bloqueos. Von mir zu Hause aus fahren keine Trufis in die Stadt. Ich muss gezwungenermaßen ein Taxi nehmen, welches mich nur bis zu dem Punkt bringt, wo alle Trufis Schlange stehen. Von dort aus muss ich die komplette Straße entlanglaufen um wieder auf fahrende Trufis zu treffen. Glücklicherweise komme ich um 9.27h in der Stadt an. Ich betrete die Druckerei und schaue mir die Bearbeitung des Photoshoppers an. Es gefällt mir. Trotzdem lasse ich mir einige Veränderungen vornehmen. Zufrieden frage ich die Mitarbeiterin wann ich das Banner abholen kann. "Gegen Mittag müsste das Banner fertig sein", antwortet sie mir.
Mittwochnachmittag um 18h:
Meine Mitfreiwillige Johanna macht sich auf den Weg um das Banner abzuholen. "Leider ist es noch nicht fertig. Aber am Donnerstag können sie sich das abholen.", muss sie zu hören kriegen.
Donnerstagnachmittag um 17h:
Ich mache mich auf den Weg um das Banner abzuholen. "Ist das Banner schon fertig?", frage
ich die Mitarbeiterin. "Nein, wir hatten nämlich Probleme mit der Farbe. Das Grau, das auf dem Banner ist, haben wir leider nicht.", lautet die Antwort der Mitarbeiterin."Deswegen würde das Grau einen Lilastich haben. Warten Sie kurz, dann kann ich Ihnen das zeigen." Nach 10 Minuten des Wartens ohne ein Beispielbanner mit diesem gescheiterten Beispiel zu finden, rufe ich genervt: "Dann nehmen Sie doch einfach Schwarz!" "Ist das wirklich in Ordnung für sie?" "Ja! Immerhin ist es doch dunkelgrau!" "Gut, dann werden wir das so für sie anfertigen". "Wird es morgen fertig sein? Wir brauchen das nämlich dringend bis morgen..." "Auf jeden Fall! Um 8.30h oder spätestens 9h können Sie sich das abholen!".Ich komme zu Hause an und erzähle Angie von dem Vorfall. Auch Sie ist genervt und ruft direkt in der Druckerei an.
"Wird das Banner morgen fertig sein? Wir brauchen es nämlich sehr dringend!"
"Ja, so gegen 9.30h. Wir hatten nämlich kein grau."
"Aber warum sagen Sie uns das denn nicht vorher?!"
"Das ist nicht unsere Schuld. Wir konnten es Ihnen doch nicht früher sagen, da sie sich heute zum ersten Mal nach dem Banner erkundigt haben."
"Nein, das stimmt nicht, wir sind jetzt schon das 3. Mal bei Ihnen gewesen und da haben Sie nicht ein einziges Mal erwähnt, dass sie kein Grau haben. Außerdem sollten es bereits Mittwochnachmittag fertig sein. War es aber nicht, sodass sie es auf heute verschoben haben, doch auch heute ist es noch nicht fertig. "
"Gut, morgen um 9.30h können Sie es sich abholen".
"9.30h ist viel zu spät! Wir brauchen es bis 10h morgens!"
Angie legt auf.
Freitagmorgen um 8.30h:
Bereits um 8.30h erscheine ich in der Druckerei um ein bisschen zu hetzen. "Wie sieht es mit dem Banner aus. Ist es endlich fertig?"
"Nein, unser Photoshopper ist noch nicht da, um das Grau in Schwarz umzuändern."
"Aber ich brauche das Banner bis 10h!"
"Sie müssen aber noch warten. Sie können gleich noch einmal wiederkommen..."
"Oh nein, ich warte so lange bis das Banner fertig ist!"
Nach ca. 1/2 Stunde taucht endlich der Photoshopper auf um das Banner noch einmal zu bearbeiten. Dann endlich der ersehnte Moment: Das Banner wird gedruckt!
Und tatsächlich: Um 9.28h kann ich endlich das Baner in den Händen halten.
Mit dem Banner in der Hand kann ich endlich arbeiten gehen.
Doch da geht der Stress weiter: Wir brauchen noch Spendenboxen Produkte zum Verkaufen und die dazugehörigen Preise. Es ist bereits 11h und wir müssen bereits um 1h die Fundacion verlassen. Außerdem hatte uns Angie heute morgen (!) damit beauftragt Flyer und Prospekte auszudrucken. Total gestresst machen wir uns an die Arbeit. Und siehe da: Wir schaffen es nicht rechtzeitig und konnten die Fundacion erst um 15h verlassen.
Zum Glück kamen wir dennoch rechtzeitig an um unseren Stand aufzubauen und vorzubereiten. :D Erleichterung pur!
Die Feria an sich war sehr interessant mit anzusehen, da uns erst hier bewusst wurde, wie viele deutsch Projekte und allgemein Deutsche in Cochabamba stationiert sind. So brauchten wir an dem Abend nicht ein einziges Mal Spanisch zu sprechen, da sooo viele Deutsche vor Ort waren.
Nach der Feria, die bis ungefähr 20h ging, wurde ausgiebig gefeiert. Immerhin war das unser Tag! Zudem kam noch hinzu, dass es der 1. Freitag im Monat war, sodass auch die K oa gefeiert wurde (Was das ist, könnt ihr in den vorherigen Posts nachlesen;) ). So war das eine sehr schöne Mischung aus deutschen und bolivianischen Traditionen. Mit Karaoke liessen wir diesen Abend ausklingen.
Der naechste Tag war schon wesentlich entspannter. So konnte ich den Morgen mit der Familie verbringen. Unerwartet bekamen wir Besuch von Anne (meiner deutschen Mentorin) und Hanna (die Freundin von Dennis), die die schwangere Delina einmal besuchen wollten. Zusammen mit Ihnen assen wir dann zu Mittag und machten uns noch einen gemuetlichen Nachmittag mit Waffeln, Kaffee und Spielen.
Danach musste ich mich fertig machen, da ich zum 2. Mal auf einer Hochzeit eingeladen war. Diesmal aber zusammen mit Rebecca.
Diese war anders als die 2. Hochzeit gestaltet, denn die erschien mir etwas "westlicher". Denn hier fand unter anderem auch das "Brautstraussfangen" statt und noch viele andere Sachen. Aber insgesamt auch eine sehr schoene Hochzeit :).
Die darauffolgende Woche wieder einmal sehr aufregend für die Fundacion, denn wir haben wir die Kinder ein tägliches Frühstück eingeführt. So machten wir uns am Montagmorgen schon früh auf um Früchte und Milch für die Kinder zu kaufen. Glücklicherweise kam das Frühstück sehr gut bei den Kindern an. Genauso wie das Prgram, welches wir für sie erstelt haben, welches aus Origami, Sport, Musik, Spielen und Basteln besteht.
Das Wochenende war mal wieder sehr aufregend, da Maraike und Génesis am Freitag Geburtstag hatten. Zudem ist Delina Tochter am Freitag per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen. Willkommen in der Familie Maya Rebeca!
Für Maraike war eine Überraschungparty mit Torte, Pizza und Geschenken geplant, die uns auch super gelungen ist!
Génesis widerum bekam von Anne, Johanna und mir einen Kindergeburtstag mit Schatzsuche, Spielen und Torte organisiert. Auch diese war ein voller Erfolg!
Nach dem ganzen Stress musste am Sonntag wieder ausgeschlafen werden. Nicht ohne Grund, da auch sie Wahlen am Sonntag stattfanden. Für diesen Anlass wurden alle Verkehrmittel für diesen einen Tag aus dem Verkehr genommen, damit nicht die Möglichkeit bestehe, dass jemand in zwei Städten wählt. Interessant hierbei ist, dass in Bolivien Wahlpflicht herrscht. Denn wenn es einer riskiert nicht wählen zu gehen, so muss er damit rechnen, die nächsten 3 Monate keine Bankgeschäfte machen zu gehen.
Wer die Wahl gewonnen hat, gibt´s im nächsten Post zu lesen!
Bis dahin
Besos
Shelly
Dienstag, 23. September 2014
Viele Feiertage und Hochzeit...
Es ist unglaublich wie schnell die Zeit hier doch vergeht! Jetzt bin ich schon seit ganzen 6 Wochen hier! Genauso unglaublich ist aber auch, wie viele Feiertage die Bolivianer hier doch haben...
So war am letzten Sonntag Fruehlingsanfang, Día del Estudiante, Día del Médico und Día del Enamorado. Gefeiert wurde aber schon am Freitag mit zahlreichen Parties.
Natuerlich lagen wir Freiwilligen nicht gemuetlich im Bett herum, sondern unternahmen etwas zusammen in der Stadt. So trafen wir uns alle erstmal in der Stadt um gemeinsam auf eine Studenparty zu gehen. Da dort aber leider nichts fuer uns dabei war, beschlossen wir uns in der España, eine Strasse, die bekannt fuer ihre ganzen Bars ist, eine Bar zu suchen. Wir hatten auch Erfolg und feierten ausgelassen die Begebenheiten.
Der darauffolgende Tag war auch sehr spannend fuer Johanna und mich, da wir uns fuer eine Hochzeit fertig machen durften. So gingen wir fruehmorgens auf die Cancha um nach einem Hochzeitsgeschenk Ausschau zu halten.
Traditionell schenkt man dem Paar Haushaltsgegnstaende, beliebt ist dabei Geschirr.
Das kann ich auch ziemlich gut nachvollziehen, denn wenn man hier so in den Haushalten guckt, fehlt es den meisten an Geschirr.
So wurden Johanna und ich bei einem Teller- und Tassenset und einer Flasche Rum fuendig.
Mit den Geschenken in der Hand fuhren wir dann schnell nach Hause um uns noch fertig zu machen.
Laut Einladung sollte die Hochzeitsmesse um 16h beginnen. Doch hierbei ist uns dann wieder klar geworden wie locker die Bolivianer es mit der Zeit nehmen. Denn anstelle, dass wir um 13h losgingen, da wir alleine schon um in den Ort zu kommen 2 Stunden brauchen, haben wir erst um 15h das Haus verlassen.
Johanna und ich so puenktlich (bzw. Deutsch) wie wir sind, mussten deshalb eeewig auf Angie, Delina (ihre Schwester) und Eduardo (der Freund von Delina) warten.
Wir haben Eduardo schon gesagt, dass das Kind, das er und Delina erwarten, mit Sicherheit nicht Anfang Oktober kommen wird, falls es "bolivianisch ist"! ;D
Als wir dann endlich im Taxi sassen und irgendwann dann auch an der Kirche ankamen, war die Messe natuerlich schon halb fertig, jedoch noch nicht zuende ;).
Wir kamen noch gerade richtig um dem Brautpaar zu gratulieren. Dabei nimmt man sich eine Handvoll Konfetti, streut das ueber den Kopf des Brauetigams bzw. der Braut und gibt ihnen dann ein Begruessungskuesschen auf die Wange.
Geheiratet haben uebrigens Alejandro und Claudia, die damals auch in der Fundaciòn Hilando Sueños gearbeitet haben.
Nach der Messe standen bereits Micros in der Strasse bereit, um die Hochzeitsgaeste zur Halle zu fahren, in der die weitere Feier stattfand.
In der Halle angekommen waren wir positiv "geschockt": Die Raeumlichkeiten hatten naemlich Platz fuer ca. 200 Menschen und auf einem Tisch waren 13(!) Torten platziert.
Ausserdem befand sich auf der Buehne eine Band, die fuer die musikalisch Unterhaltung gesorgt hat.
Zunaechst hiess es erstmal warten, warten, warten und Chips und Erdnuessen essen, die auf den Tischen verteilt waren.
Irgendwann nach 1-2 Stunden traf dann endlich das Brautpaar ein. Mit ihnen dann auch ein paar mehr als die 20 Gaeste, die schon da waren.
Dies wurde natuerlich herzlich und gross begruesst indem das Paar durch eine beschriftete Papierwand durchgehen musste und danach mehrere Runden um die Tanzflaeche machen musste.
Anschliessend daran kamen dann unzaehlige Taenze, unter anderem der Tanz des Paares, der Vater-Tochter-Tanz und viele andere.
Den Taenzen folgend kam dann auch der Sekt, der zusammen mit dem Brautpaar angestossen wurde.
Nach einer kurzen Pause wurden dem Brautpaar dann sie Geschenke uebergeben. Dabei waren dann wir wir diejenigen, die ihnen das Konfetti ueber den Kopf streuten, sondern sie. So wurde garantiert, dass auch wirklich alle was vom Konfetti abbekamen ;).
Daraufhin wurde dann die Tanzflaeche eingeweiht. Dafuer stellten sich die Tanzpaar in einer Reihe auf, die jeweiligen Tanzpartner gegenueber. Dann wurde getanzt. Auch Johanna und ich begruessten als Tanzpaar die Tanzflaeche. Nach dem vielen Tanzen wurde dann auch endlich das Essen serviert. Das wurde von den Kellnern an den Tisch serviert.
Kurz vor 22h traf eine Gruppe von als Mexikaner verkleidete Saengern ein mit Frauen in bolivianischen Tanztrachten. Diese tanzten dann eine Weile um das Brautpaar herum und spielten dabei mexikanische Musik.
Wahrscheinlich gegen Mitternacht wurden dann auch die Torten angeschnitten, wobei wir leider nicht mehr da sein konnten, da es Delina wegen des Babies nicht so gut ging und wir deshalb schon nach Hause gehen mussten.
Nach dem aufregenden Samstag kam dann ein eher ruhiger Sonntag.
Anders als der Montag, der mit viel Visumstress verbunden war: Nachdem die bolivianischen Behoerden es nicht geschafft hatten, sich unsere Reisepasskopien anzusehen und deshalb in alle Dokumente Berlin als Ausstellungsort unserer Reisepaesse angegeben hatten, mussten wir am Montag also noch einmal zur Migraciòn mit den korrigierten Dokumenten um dann endlich unser Visum zu beantragen. Dadurch, dass wir mittlerweile alle "illegal" in Bolivien sind, mussten wir dementsprechend viel Strafe zahlen, doch dafuer muesste unser Visum jetzt hoffentlich auf dem Weg sein.
Was das Projekt angeht, haben wir mittlerweile ein Auge fuer, was wir alles mit den Kindern veranstalten koennen. So sind sie unglaublich begabt, was Origami und Basteln angeht. Doch auch spielerisch Englisch lernen bereitet ihnen Freude.
Deshalb spielen sie auch unglaublich gerne unser selbstgebasteltes Englisch-Memory oder auch unser Englisch-Bingo.
Doch bis wir die Kinder auf dem "Niveau" gebracht haben, auf das wir sie gerne haetten, wird noch ein langer Weg vor uns liegen. Von Mathe bis hin zur Sprache gibt es noch viele Sachen, die wir ihnen beibringen muessen, wie zum Beispiel Kopfrechnen, das kleine 1x1, die Grundrechenarten und vor allem Texte zusammenfassen, verstehen und zeichnen.
Denn zur Zeit koennen sie keines dieser aufgezaehlten Dinge ohne einen Profe an ihrer Seite.
Deshalb meine Bitte: Falls jemand weiss, wie man Kindern zum Beispiel das 1x1 beibringen kann, so wuerde ich mich sehr ueber Anregungen freuen.
Das wars dann erst einmal von mir. Fotos gibts spaeter ;)
Besos
Shelly
So war am letzten Sonntag Fruehlingsanfang, Día del Estudiante, Día del Médico und Día del Enamorado. Gefeiert wurde aber schon am Freitag mit zahlreichen Parties.
Natuerlich lagen wir Freiwilligen nicht gemuetlich im Bett herum, sondern unternahmen etwas zusammen in der Stadt. So trafen wir uns alle erstmal in der Stadt um gemeinsam auf eine Studenparty zu gehen. Da dort aber leider nichts fuer uns dabei war, beschlossen wir uns in der España, eine Strasse, die bekannt fuer ihre ganzen Bars ist, eine Bar zu suchen. Wir hatten auch Erfolg und feierten ausgelassen die Begebenheiten.
Der darauffolgende Tag war auch sehr spannend fuer Johanna und mich, da wir uns fuer eine Hochzeit fertig machen durften. So gingen wir fruehmorgens auf die Cancha um nach einem Hochzeitsgeschenk Ausschau zu halten.
Traditionell schenkt man dem Paar Haushaltsgegnstaende, beliebt ist dabei Geschirr.
Das kann ich auch ziemlich gut nachvollziehen, denn wenn man hier so in den Haushalten guckt, fehlt es den meisten an Geschirr.
So wurden Johanna und ich bei einem Teller- und Tassenset und einer Flasche Rum fuendig.
Mit den Geschenken in der Hand fuhren wir dann schnell nach Hause um uns noch fertig zu machen.
Laut Einladung sollte die Hochzeitsmesse um 16h beginnen. Doch hierbei ist uns dann wieder klar geworden wie locker die Bolivianer es mit der Zeit nehmen. Denn anstelle, dass wir um 13h losgingen, da wir alleine schon um in den Ort zu kommen 2 Stunden brauchen, haben wir erst um 15h das Haus verlassen.
Johanna und ich so puenktlich (bzw. Deutsch) wie wir sind, mussten deshalb eeewig auf Angie, Delina (ihre Schwester) und Eduardo (der Freund von Delina) warten.
Wir haben Eduardo schon gesagt, dass das Kind, das er und Delina erwarten, mit Sicherheit nicht Anfang Oktober kommen wird, falls es "bolivianisch ist"! ;D
Als wir dann endlich im Taxi sassen und irgendwann dann auch an der Kirche ankamen, war die Messe natuerlich schon halb fertig, jedoch noch nicht zuende ;).
Wir kamen noch gerade richtig um dem Brautpaar zu gratulieren. Dabei nimmt man sich eine Handvoll Konfetti, streut das ueber den Kopf des Brauetigams bzw. der Braut und gibt ihnen dann ein Begruessungskuesschen auf die Wange.
Geheiratet haben uebrigens Alejandro und Claudia, die damals auch in der Fundaciòn Hilando Sueños gearbeitet haben.
Nach der Messe standen bereits Micros in der Strasse bereit, um die Hochzeitsgaeste zur Halle zu fahren, in der die weitere Feier stattfand.
In der Halle angekommen waren wir positiv "geschockt": Die Raeumlichkeiten hatten naemlich Platz fuer ca. 200 Menschen und auf einem Tisch waren 13(!) Torten platziert.
Ausserdem befand sich auf der Buehne eine Band, die fuer die musikalisch Unterhaltung gesorgt hat.
Zunaechst hiess es erstmal warten, warten, warten und Chips und Erdnuessen essen, die auf den Tischen verteilt waren.
Irgendwann nach 1-2 Stunden traf dann endlich das Brautpaar ein. Mit ihnen dann auch ein paar mehr als die 20 Gaeste, die schon da waren.
Dies wurde natuerlich herzlich und gross begruesst indem das Paar durch eine beschriftete Papierwand durchgehen musste und danach mehrere Runden um die Tanzflaeche machen musste.
Anschliessend daran kamen dann unzaehlige Taenze, unter anderem der Tanz des Paares, der Vater-Tochter-Tanz und viele andere.
Den Taenzen folgend kam dann auch der Sekt, der zusammen mit dem Brautpaar angestossen wurde.
Nach einer kurzen Pause wurden dem Brautpaar dann sie Geschenke uebergeben. Dabei waren dann wir wir diejenigen, die ihnen das Konfetti ueber den Kopf streuten, sondern sie. So wurde garantiert, dass auch wirklich alle was vom Konfetti abbekamen ;).
Daraufhin wurde dann die Tanzflaeche eingeweiht. Dafuer stellten sich die Tanzpaar in einer Reihe auf, die jeweiligen Tanzpartner gegenueber. Dann wurde getanzt. Auch Johanna und ich begruessten als Tanzpaar die Tanzflaeche. Nach dem vielen Tanzen wurde dann auch endlich das Essen serviert. Das wurde von den Kellnern an den Tisch serviert.
Kurz vor 22h traf eine Gruppe von als Mexikaner verkleidete Saengern ein mit Frauen in bolivianischen Tanztrachten. Diese tanzten dann eine Weile um das Brautpaar herum und spielten dabei mexikanische Musik.
Wahrscheinlich gegen Mitternacht wurden dann auch die Torten angeschnitten, wobei wir leider nicht mehr da sein konnten, da es Delina wegen des Babies nicht so gut ging und wir deshalb schon nach Hause gehen mussten.
Nach dem aufregenden Samstag kam dann ein eher ruhiger Sonntag.
Anders als der Montag, der mit viel Visumstress verbunden war: Nachdem die bolivianischen Behoerden es nicht geschafft hatten, sich unsere Reisepasskopien anzusehen und deshalb in alle Dokumente Berlin als Ausstellungsort unserer Reisepaesse angegeben hatten, mussten wir am Montag also noch einmal zur Migraciòn mit den korrigierten Dokumenten um dann endlich unser Visum zu beantragen. Dadurch, dass wir mittlerweile alle "illegal" in Bolivien sind, mussten wir dementsprechend viel Strafe zahlen, doch dafuer muesste unser Visum jetzt hoffentlich auf dem Weg sein.
Was das Projekt angeht, haben wir mittlerweile ein Auge fuer, was wir alles mit den Kindern veranstalten koennen. So sind sie unglaublich begabt, was Origami und Basteln angeht. Doch auch spielerisch Englisch lernen bereitet ihnen Freude.
Deshalb spielen sie auch unglaublich gerne unser selbstgebasteltes Englisch-Memory oder auch unser Englisch-Bingo.
Doch bis wir die Kinder auf dem "Niveau" gebracht haben, auf das wir sie gerne haetten, wird noch ein langer Weg vor uns liegen. Von Mathe bis hin zur Sprache gibt es noch viele Sachen, die wir ihnen beibringen muessen, wie zum Beispiel Kopfrechnen, das kleine 1x1, die Grundrechenarten und vor allem Texte zusammenfassen, verstehen und zeichnen.
Denn zur Zeit koennen sie keines dieser aufgezaehlten Dinge ohne einen Profe an ihrer Seite.
Deshalb meine Bitte: Falls jemand weiss, wie man Kindern zum Beispiel das 1x1 beibringen kann, so wuerde ich mich sehr ueber Anregungen freuen.
Das wars dann erst einmal von mir. Fotos gibts spaeter ;)
Besos
Shelly
Donnerstag, 18. September 2014
Dia del Peatòn und Ecofish
Hola!
Seit dem letzten Post ist hier in Cochabamba echt eine Menge passiert.
So viel, dass ich gar nicht realisiert habe, dass der letzte Post schon wieder 2 Wochen her war!
Wie schnell die Zeit doch vergeht...
Zunaechst hatten wir erst nach knapp einem Monat unsere Bienvenidosfiesta (Willkommensparty) gefeiert zusammen mit uns Freiwilligen Annika, Rebecca(beide Ruway Ñanta), Johanna und mir und unseren Erantwortlichen in den verschiedenen Projekten. Die fiesta war dabei so gut, dass sie erst um 4h morgens ein Ende fand.
Der darauffolgede Tag war Dìa del Peatòn. An diesem Tag ist ueberall in Cochabamba kein einziger Trufi, kein einziges Auto, Taxi oder sonst was gefahren. Dafuer waren die Strassen und die Stadt dann von unglaublich vielen Fahrraedern und Fussgaengern besiedelt. Zudem fanden in der Stadt viele Aktionen statt und auch gab es so viele Verkaufsstaende wie an sonst keinem anderen Tag.
Zusammen mit Annika bin ich erstmal von ihrer WG, welches gluecklicherweise schon in der Stadt liegt bzw. noch auf dem Stadtplan verzeichnet ist, in die Innenstadt losgezogen. Obwohl die WG in der Stadt liegt, brauchten wir ca. 2 Stunden zu Fuss um zur Prado, einer grossen Strasse mit besonders vielen Aktionen zu gelangen. Dadurch, dass wir uns die ganze Zeit unterhalten haben, kam uns der Weg nicht so lange vor.
An der Prado angekommen sind wir erst einmal unzaehligen deutschen Freiwilligen begegnet. Nach einer kurzen Begruessung gingen wir dann wieder getrennte Wege und Annika und ich schlenderten durch die Stadt um uns alles anzusehen. An sich kann man sich das alles wie einen gemuetlichen Shoppingtag in einer x-beliebigen Stadt Deutschlands vorstellen. Fuer war es nur besonders, dass man nun ohne Angst zu haben auf die Strassen gehen kann.
Zum Glueck fuhren die Trufis dann wieder gegen 19h, sodass ich noch nach Hause fahren konnte. (Allein schon mit dem Trufi brauche ich 1 Stunde nach Hause. Also diese Strecke waere ich nicht gerne gelaufen!)
Die darauffolgende Woche war dann eher etwas traurig, da wir uns leider von unserer Vorgaengerin, die ebenfalls Johanna heisst, verabschieden mussten. So brachten wir sie am Montag mit Traenen zum Flughafen. Auch, wenn wir nur 1 Monat mit ihr in Cochabamba verbracht hatten, werden wir sie unglaublich vermissen!
Zwischendurch fand dann auch noch die K`hoa statt, ein Fest, welches jeden ersten Freitag im Monat gefeiert wird (jaa, die Bolivianer haben viele Feste ;)). Dazu triffst man sich abends in den Strassen und feiert dann ausgelassen mit Chicha (ein alkoholisches Getraenk, typisch fuer Cochabamba), Tanz, Gesang, traditionellen Instrumenten und Weihrauch. Dabei ist es so ziemlich egal, ob man sich kennt oder nicht, man bescherrt sich trotzdem zusammen einen schoenen Abend!
Das letzte Wochenende sind wir dann zum ersten Mal zusammen gereist. Ziel war eine Cabaña (Ferienhaus) namens "Ecofish". Dort geniessten wir die Stille, der wir sonst in der Stadt nicht begegnen, spielten zusammen Fussball, liessen uns etwas ueber die Forellen dort erzaehlen und ruhten uns einfach nur aus.
Dabei lauschten wir dem Geraeusch des Wassers und schauten den Fischen beim Schwimmen zu.
Das besondere an Ecofish ist, das hier, wie der Name schon sagt, sehr viele Forellen "gezuechtet" werden. Dazu gibt es unzaehlige Becken, mit Forellen in verschieden Alterstufen.
So durften wir zum Mittagessen auch frische Forellen verzehren. Das war mal eine Abwechslung zu dem ganzen Fleisch in der Stadt!
Erlauben konnten wir uns diese Reise aber auch nur, weil Sonntag ein cochabambinischer Feiertag war. Da die Bolivianer aber auch gerne mal einen freien Tag machen, wurde der Feiertag auf Montag verschoben, dem langen Wochenende zugute.
Doch trotz alldem mussten wir Dienstag dann auch wieder arbeiten gehen.
Bis dahin allen eine gute Woche, wobei jetzt dann auch schon wieder Wochenende!
Besos
Michele
Seit dem letzten Post ist hier in Cochabamba echt eine Menge passiert.
So viel, dass ich gar nicht realisiert habe, dass der letzte Post schon wieder 2 Wochen her war!
Wie schnell die Zeit doch vergeht...
Zunaechst hatten wir erst nach knapp einem Monat unsere Bienvenidosfiesta (Willkommensparty) gefeiert zusammen mit uns Freiwilligen Annika, Rebecca(beide Ruway Ñanta), Johanna und mir und unseren Erantwortlichen in den verschiedenen Projekten. Die fiesta war dabei so gut, dass sie erst um 4h morgens ein Ende fand.
Der darauffolgede Tag war Dìa del Peatòn. An diesem Tag ist ueberall in Cochabamba kein einziger Trufi, kein einziges Auto, Taxi oder sonst was gefahren. Dafuer waren die Strassen und die Stadt dann von unglaublich vielen Fahrraedern und Fussgaengern besiedelt. Zudem fanden in der Stadt viele Aktionen statt und auch gab es so viele Verkaufsstaende wie an sonst keinem anderen Tag.
Zusammen mit Annika bin ich erstmal von ihrer WG, welches gluecklicherweise schon in der Stadt liegt bzw. noch auf dem Stadtplan verzeichnet ist, in die Innenstadt losgezogen. Obwohl die WG in der Stadt liegt, brauchten wir ca. 2 Stunden zu Fuss um zur Prado, einer grossen Strasse mit besonders vielen Aktionen zu gelangen. Dadurch, dass wir uns die ganze Zeit unterhalten haben, kam uns der Weg nicht so lange vor.
An der Prado angekommen sind wir erst einmal unzaehligen deutschen Freiwilligen begegnet. Nach einer kurzen Begruessung gingen wir dann wieder getrennte Wege und Annika und ich schlenderten durch die Stadt um uns alles anzusehen. An sich kann man sich das alles wie einen gemuetlichen Shoppingtag in einer x-beliebigen Stadt Deutschlands vorstellen. Fuer war es nur besonders, dass man nun ohne Angst zu haben auf die Strassen gehen kann.
Zum Glueck fuhren die Trufis dann wieder gegen 19h, sodass ich noch nach Hause fahren konnte. (Allein schon mit dem Trufi brauche ich 1 Stunde nach Hause. Also diese Strecke waere ich nicht gerne gelaufen!)
Die darauffolgende Woche war dann eher etwas traurig, da wir uns leider von unserer Vorgaengerin, die ebenfalls Johanna heisst, verabschieden mussten. So brachten wir sie am Montag mit Traenen zum Flughafen. Auch, wenn wir nur 1 Monat mit ihr in Cochabamba verbracht hatten, werden wir sie unglaublich vermissen!
Zwischendurch fand dann auch noch die K`hoa statt, ein Fest, welches jeden ersten Freitag im Monat gefeiert wird (jaa, die Bolivianer haben viele Feste ;)). Dazu triffst man sich abends in den Strassen und feiert dann ausgelassen mit Chicha (ein alkoholisches Getraenk, typisch fuer Cochabamba), Tanz, Gesang, traditionellen Instrumenten und Weihrauch. Dabei ist es so ziemlich egal, ob man sich kennt oder nicht, man bescherrt sich trotzdem zusammen einen schoenen Abend!
Das letzte Wochenende sind wir dann zum ersten Mal zusammen gereist. Ziel war eine Cabaña (Ferienhaus) namens "Ecofish". Dort geniessten wir die Stille, der wir sonst in der Stadt nicht begegnen, spielten zusammen Fussball, liessen uns etwas ueber die Forellen dort erzaehlen und ruhten uns einfach nur aus.
Dabei lauschten wir dem Geraeusch des Wassers und schauten den Fischen beim Schwimmen zu.
Das besondere an Ecofish ist, das hier, wie der Name schon sagt, sehr viele Forellen "gezuechtet" werden. Dazu gibt es unzaehlige Becken, mit Forellen in verschieden Alterstufen.
So durften wir zum Mittagessen auch frische Forellen verzehren. Das war mal eine Abwechslung zu dem ganzen Fleisch in der Stadt!
Erlauben konnten wir uns diese Reise aber auch nur, weil Sonntag ein cochabambinischer Feiertag war. Da die Bolivianer aber auch gerne mal einen freien Tag machen, wurde der Feiertag auf Montag verschoben, dem langen Wochenende zugute.
Doch trotz alldem mussten wir Dienstag dann auch wieder arbeiten gehen.
Bis dahin allen eine gute Woche, wobei jetzt dann auch schon wieder Wochenende!
Besos
Michele
Donnerstag, 28. August 2014
Visumsstress...
Nach 10 Tagen der Abwesenheit melde ich mich wieder zurück mit der Nachricht: Michele lebt noch (welch ein Wunder ;))!
Die letzten Tage waren wirklich stressig, da ich mich um mein Jahresvisum kümmern musste. Und das stellte sich als komplizierter heraus als gedacht (als Nebenbemerkung: ich habe mein Visum immer noch nicht und bin noch nicht einmal kurz davor es in Kürze zu bekommen.)
Zunächst mussten wir einen Rund-Um-Check im Krankenhaus machen um zu versichern, dass wir auch keine Krankheiten mit nach Bolivien genommen haben, wobei ich mehr das Gegenteil befürchte....
Dazu gehörte unter anderem auch das Blutabnehmen, wovon ich immer noch einen blauen Fleck habe :(.
Danach brauchten wir verschiedene Dokumtente und neue Passbilder, die wir dann bei Interpol und FELCC vorzeigen mussten.
Und da das alles noch nicht aufwendig genug ist, mussten wir noch die Franziskaner in Cochabamba aufsuchen, die uns bei unserem Visum Cortesia (Visum für Katholiken) behilflich sein sollen.
Nachdem wir jetzt auch noch sämtliche Dokumente unterschrieben haben, heißt es erst einmal Abwarten.
Am Samstagmorgen mussten Johanna und ich ausnahmsweise arbeiten, da unsere Fundacion neue Räume bekommen hatten, wodurch wir beschlossen, die Außenwände und die Tür neu zu streichen.
Wir hatten echt Glück mit dem Wetter, denn die Sonne prallte nur so auf unsere Köpfe. Ganz vollenden konnten wir das Werk leider nicht, doch das wird schon sehr bald geschehen.
Danach begaben wir uns nach Tarata um dort zu klettern. Dabei muss ich gestehen, dass ich dabei als Amateurkletterin echt an meine Grenzen gekommen bin!
Zwar war die Steinwand nur ca. 20m(?) hoch, doch ich habe Eeeeewigkeiten gebraucht, um dort hochzukommen (abgesehen davon, dass ich sportlich nicht besonders fit bin, habe ich zusätzlich auch noch Höhenangst).
Am Abend ging es dann wieder mit dem Auto zurück nach Hause. Auch das ist ein Abenteuer für sich gewesen, denn wie oft fährt man schon bitteschön zu 9 in einem 5 Sitzer?!?!
So kamen wir alle super gelaunt nach Hause, um dort auch schon eine gemütliche Runde zu starten.
Sonntag war bis jetzt der schlimmste Tag meines Auslandaufenthaltes, da Schlafen somit die einzige Aktivität war, die ich an dem Tag leisten konnte.
Deshalb bin ich umso glücklicher gewesen, als ich am Dienstag wieder arbeiten gehen konnte.
Mittlerweile sind die Tage nicht mehr so stressig, da der normale Alltag so langsam einpendelt. Deshalb habe ich jetzt auch mehr Zeit, mir Freizeitaktivitäten zu suchen.
Bis dahin, hoffe ich, dass es beim geregelten Tagesablauf bleibt...
Besos
Shelly
Die letzten Tage waren wirklich stressig, da ich mich um mein Jahresvisum kümmern musste. Und das stellte sich als komplizierter heraus als gedacht (als Nebenbemerkung: ich habe mein Visum immer noch nicht und bin noch nicht einmal kurz davor es in Kürze zu bekommen.)
Zunächst mussten wir einen Rund-Um-Check im Krankenhaus machen um zu versichern, dass wir auch keine Krankheiten mit nach Bolivien genommen haben, wobei ich mehr das Gegenteil befürchte....
Dazu gehörte unter anderem auch das Blutabnehmen, wovon ich immer noch einen blauen Fleck habe :(.
Danach brauchten wir verschiedene Dokumtente und neue Passbilder, die wir dann bei Interpol und FELCC vorzeigen mussten.
Und da das alles noch nicht aufwendig genug ist, mussten wir noch die Franziskaner in Cochabamba aufsuchen, die uns bei unserem Visum Cortesia (Visum für Katholiken) behilflich sein sollen.
Nachdem wir jetzt auch noch sämtliche Dokumente unterschrieben haben, heißt es erst einmal Abwarten.
Am Samstagmorgen mussten Johanna und ich ausnahmsweise arbeiten, da unsere Fundacion neue Räume bekommen hatten, wodurch wir beschlossen, die Außenwände und die Tür neu zu streichen.
Wir hatten echt Glück mit dem Wetter, denn die Sonne prallte nur so auf unsere Köpfe. Ganz vollenden konnten wir das Werk leider nicht, doch das wird schon sehr bald geschehen.
Danach begaben wir uns nach Tarata um dort zu klettern. Dabei muss ich gestehen, dass ich dabei als Amateurkletterin echt an meine Grenzen gekommen bin!
Zwar war die Steinwand nur ca. 20m(?) hoch, doch ich habe Eeeeewigkeiten gebraucht, um dort hochzukommen (abgesehen davon, dass ich sportlich nicht besonders fit bin, habe ich zusätzlich auch noch Höhenangst).
Am Abend ging es dann wieder mit dem Auto zurück nach Hause. Auch das ist ein Abenteuer für sich gewesen, denn wie oft fährt man schon bitteschön zu 9 in einem 5 Sitzer?!?!
So kamen wir alle super gelaunt nach Hause, um dort auch schon eine gemütliche Runde zu starten.
Sonntag war bis jetzt der schlimmste Tag meines Auslandaufenthaltes, da Schlafen somit die einzige Aktivität war, die ich an dem Tag leisten konnte.
Deshalb bin ich umso glücklicher gewesen, als ich am Dienstag wieder arbeiten gehen konnte.
Mittlerweile sind die Tage nicht mehr so stressig, da der normale Alltag so langsam einpendelt. Deshalb habe ich jetzt auch mehr Zeit, mir Freizeitaktivitäten zu suchen.
Bis dahin, hoffe ich, dass es beim geregelten Tagesablauf bleibt...
Besos
Shelly
Dienstag, 19. August 2014
Urkupiña und Cristo de la Concordia...
Mittlerweile lebe ich schon seit einer Woche in Cochabamba und in dieser einen Woche habe ich so viel wie noch nie in meinem Leben erlebt.
Am Donnerstag begann mit einer Entrada das Fest der Urkupiña, also Maria Himmelfahrt. Das Besondere dabei ist, dass es in Cochabamba besonders groß gefeiert wird, da der Legende zufolge Maria hier erschienen ist. Deshalb dauert das Fest ganze 3 Tage.
Die entrada beginnt damit, dass verschiedene Tanzgruppen aus ganz Cochabamba, aber auch aus den anderen Teilen Boliviens, durch die Straßen von Quillacollo tanzen. Dabei kriegt man sehr viele verschiede Volkstänze Boliviens zu sehen wie z.B. den Caporales, der sogar typisch für Cochabambinos ist, den Tincu, den Diablada (mein Favorit ;) ), den Morenada, den Tobas und viele andere Tänze. Insgesamt wird mehr als 5 Stunden durch Quillacollo getanzt.
Am Ende treffen sich alle Tanzgruppen in einer grossen Kirche im Zentrum von Quillacollo.
Dies wird auch am darauffolgenden Tag fortgesetzt.
Am Samstag war dann schließlich der Höhepunkt des ganzen Festes: Die Pilgerwanderung von Cochabamba nach Quillacollo zu einem dort stehenden Hügel.
Traditionell fängt man um 0h mit der Wanderung an. Wir hatten uns jedoch erst um 4h auf dem Weg gemacht, was für mich eigentlich genauso früh war, da ich bereits um 3h aus dem Bett sein musste.
So machten wir uns dann alle um 4h auf dem Weg nach Quillacolla um die Virgen zu besuchen. Obwohl wir ganze 3 Stunden brauchten, kam mir der Weg nicht besonders lang vor (15km sind nicht weit ;) ), zumal wir (die anderen Freiwilligen und ich) uns die ganze Zeit unterhalten hatten und um ca. 6h auch den Sonnenaufgang zu sehen bekamen.
Um 7h in Quillacollo angekommen, frühstückten wir erstmal gemeinsam. Es gab Pastel (eine Teigtasche mit Käsefüllung und Puderzucker oben drauf (klingt absurd, schmeckt aber ziemlich gut)). Vom Frühstuck gestärkt gingen wir dann weiter zum Hügel hinauf, da es dort Gruben gibt, in denen man Steine ausschlagen kann (wird gleich noch erklärt).
So gingen wir dann weiter und entdeckten auf dem Weg lauter kleiner Miniaturgegenstände, wie zum Beispiel Häuser, Geld, Läden, Zertifikate und und und. Diese kann man sich dann kaufen und mit zum Hügel nehmen.
Dort auf dem Hügel faengt man dann mit einem Hammer Steine auszuschlagen. Dabei gilt: Je größer der Stein, desto größer ist auch das Glück, das einen erwartet. Und je nachdem wie viele Gegenstände man sich gekauft hatte, musste man auch mindestens genauso viele Steine ausschlagen. Ich hatte mir diese ganzen Anstregungen erspart und geschlafen (Nein Scherz, mir ging es leider nicht so gut :( ).
Dabei goß man sich immer ein bisschen Bier auf den Stein, den man vorhatte auszuschlagen. Getrunken wurde das Bier auch :D. Wenn man dann alles Steine zusammenhatte, wurden die Gegenstände und die Steine dann zunächst in der indigenen Form und danach in der katholischen Form gesegnet. Danach musste man zusehen, wie man die Steine wieder nach Hause bringt und das kann bei "glückgierigen" Leuten schon sehr anstregend sein. Zum Glück mussten wir die Steine nicht wandernd nach Hause tragen, sondern konnten auch den Trufi nehmen.
Als wir am Abend dann endlich zu Hause ankamen, waren meine Mitbewohnerin Johanna und ich fix und fertig. Unserer Gastmutter und Gastschwester ging es deutlich besser, da sie erst zum Frühstuck mit dem Trufi in Quillacollo antanzten.
Am nächsten Tag wollten wir ein bisschen mehr von der Stadt entdecken und machten einen Ausflug zum Cristo de la Concordia (ja, Cochabamba hat auch einen Cristo, sogar einen größeren als Rio de Janeiro :P). Und da Rebecca, Annika, Johanna und ich so wanderlustig waren, beschlossen wir per Treppe zum Cristo zu gehen, anstatt mit der Gondel oder mit dem Auto hochzufahren.
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie anstrengend das war mehr als eine Stunde die Treppen hochzulaufen!!! Alle 20 Stufen mussten wir eine kleine "pausita" einlegen. Dabei waren nicht nur die Stufen und die Hitze ermüdigend, sondern auch die Tatsache, dass wir hier in Cocha 2000m höher liegen als in Deutschland!!!
Endlich am Cristo angekommen, wurden wir mit atemberaubenden Aussichten belohnt. Da hieß es erstmal: Gaaaaaaaaanz viele Fotos machen ;D.
Aber was wären wir für Weltentdecker, wenn wir nur die Treppen zum Cristo und nicht den Cristo selbst erklimmten? Also begaben wir uns in den Cristo hinein und durften wieder eine Viertelstunde Treppenstufen hinaufgehen :D.
Und auch dort konnte man durch kleine Gucklöcher nach draußen sehen, wo man dann auch die Aussichtsplattform des Cristos gesehen hatte und somit auch die Touristen, die dort unten waren.
Ursprünglich wollten wir dann mit der Gondel wieder nach unten fahren, doch durch die langen Schlangen vor der Gondel ist uns die Geduld ausgegangen, sodass wir auch die Stufen wieder nach unten liefen.
Vom plötzlichen Regenschauer überrascht begaben wir uns dann schnell nach Hause um einen Tee und Sopa de Mani (Erdnusssuppe) zu genießen.
Das war's dann wieder für heute
Besos
Shelly
Am Donnerstag begann mit einer Entrada das Fest der Urkupiña, also Maria Himmelfahrt. Das Besondere dabei ist, dass es in Cochabamba besonders groß gefeiert wird, da der Legende zufolge Maria hier erschienen ist. Deshalb dauert das Fest ganze 3 Tage.
Die entrada beginnt damit, dass verschiedene Tanzgruppen aus ganz Cochabamba, aber auch aus den anderen Teilen Boliviens, durch die Straßen von Quillacollo tanzen. Dabei kriegt man sehr viele verschiede Volkstänze Boliviens zu sehen wie z.B. den Caporales, der sogar typisch für Cochabambinos ist, den Tincu, den Diablada (mein Favorit ;) ), den Morenada, den Tobas und viele andere Tänze. Insgesamt wird mehr als 5 Stunden durch Quillacollo getanzt.
Am Ende treffen sich alle Tanzgruppen in einer grossen Kirche im Zentrum von Quillacollo.
Dies wird auch am darauffolgenden Tag fortgesetzt.
Am Samstag war dann schließlich der Höhepunkt des ganzen Festes: Die Pilgerwanderung von Cochabamba nach Quillacollo zu einem dort stehenden Hügel.
Traditionell fängt man um 0h mit der Wanderung an. Wir hatten uns jedoch erst um 4h auf dem Weg gemacht, was für mich eigentlich genauso früh war, da ich bereits um 3h aus dem Bett sein musste.
So machten wir uns dann alle um 4h auf dem Weg nach Quillacolla um die Virgen zu besuchen. Obwohl wir ganze 3 Stunden brauchten, kam mir der Weg nicht besonders lang vor (15km sind nicht weit ;) ), zumal wir (die anderen Freiwilligen und ich) uns die ganze Zeit unterhalten hatten und um ca. 6h auch den Sonnenaufgang zu sehen bekamen.
Um 7h in Quillacollo angekommen, frühstückten wir erstmal gemeinsam. Es gab Pastel (eine Teigtasche mit Käsefüllung und Puderzucker oben drauf (klingt absurd, schmeckt aber ziemlich gut)). Vom Frühstuck gestärkt gingen wir dann weiter zum Hügel hinauf, da es dort Gruben gibt, in denen man Steine ausschlagen kann (wird gleich noch erklärt).
So gingen wir dann weiter und entdeckten auf dem Weg lauter kleiner Miniaturgegenstände, wie zum Beispiel Häuser, Geld, Läden, Zertifikate und und und. Diese kann man sich dann kaufen und mit zum Hügel nehmen.
Dort auf dem Hügel faengt man dann mit einem Hammer Steine auszuschlagen. Dabei gilt: Je größer der Stein, desto größer ist auch das Glück, das einen erwartet. Und je nachdem wie viele Gegenstände man sich gekauft hatte, musste man auch mindestens genauso viele Steine ausschlagen. Ich hatte mir diese ganzen Anstregungen erspart und geschlafen (Nein Scherz, mir ging es leider nicht so gut :( ).
Dabei goß man sich immer ein bisschen Bier auf den Stein, den man vorhatte auszuschlagen. Getrunken wurde das Bier auch :D. Wenn man dann alles Steine zusammenhatte, wurden die Gegenstände und die Steine dann zunächst in der indigenen Form und danach in der katholischen Form gesegnet. Danach musste man zusehen, wie man die Steine wieder nach Hause bringt und das kann bei "glückgierigen" Leuten schon sehr anstregend sein. Zum Glück mussten wir die Steine nicht wandernd nach Hause tragen, sondern konnten auch den Trufi nehmen.
Als wir am Abend dann endlich zu Hause ankamen, waren meine Mitbewohnerin Johanna und ich fix und fertig. Unserer Gastmutter und Gastschwester ging es deutlich besser, da sie erst zum Frühstuck mit dem Trufi in Quillacollo antanzten.
Am nächsten Tag wollten wir ein bisschen mehr von der Stadt entdecken und machten einen Ausflug zum Cristo de la Concordia (ja, Cochabamba hat auch einen Cristo, sogar einen größeren als Rio de Janeiro :P). Und da Rebecca, Annika, Johanna und ich so wanderlustig waren, beschlossen wir per Treppe zum Cristo zu gehen, anstatt mit der Gondel oder mit dem Auto hochzufahren.
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie anstrengend das war mehr als eine Stunde die Treppen hochzulaufen!!! Alle 20 Stufen mussten wir eine kleine "pausita" einlegen. Dabei waren nicht nur die Stufen und die Hitze ermüdigend, sondern auch die Tatsache, dass wir hier in Cocha 2000m höher liegen als in Deutschland!!!
Endlich am Cristo angekommen, wurden wir mit atemberaubenden Aussichten belohnt. Da hieß es erstmal: Gaaaaaaaaanz viele Fotos machen ;D.
Aber was wären wir für Weltentdecker, wenn wir nur die Treppen zum Cristo und nicht den Cristo selbst erklimmten? Also begaben wir uns in den Cristo hinein und durften wieder eine Viertelstunde Treppenstufen hinaufgehen :D.
Und auch dort konnte man durch kleine Gucklöcher nach draußen sehen, wo man dann auch die Aussichtsplattform des Cristos gesehen hatte und somit auch die Touristen, die dort unten waren.
Ursprünglich wollten wir dann mit der Gondel wieder nach unten fahren, doch durch die langen Schlangen vor der Gondel ist uns die Geduld ausgegangen, sodass wir auch die Stufen wieder nach unten liefen.
Vom plötzlichen Regenschauer überrascht begaben wir uns dann schnell nach Hause um einen Tee und Sopa de Mani (Erdnusssuppe) zu genießen.
Das war's dann wieder für heute
Besos
Shelly
Mittwoch, 13. August 2014
Die ersten Tage in Cochabamba
Nach 4 Tagen in Cochabamba komme ich endlich dazu meinen ersten Blogeintrag zu schreiben. Zurechtkommen macht ziemlich müde!!!
Mein erster Eindruck von der Stadt: Bombastisch!!! Hier wird es so schnell nicht langweilig, denn es ist immer was auf der Straße los. Allein schon wenn man den Verkehr sieht, merkt man, dass es jedes Mal aufs Neueste ein riesen Chaos ist. Besonders oft kriegt man hier die Trufis und Taxen zu sehen. Die Trufis (Kleinbusse mit ca. 16 Sitzplätzen) sind vergleichbar mit unseren Bussen und Bahnen hier in Deutschland, denn die Trufis haben Nummern. Diese geben quasi die Trufilinie an, also in welche Richtung dieser Trufi fährt. Sprich es kommt schon mal oft vor, dass man von Trufi zu Trufi umsteigen muss.
Eine Straße in Cochabamba zu überqueren ist, immer wieder aufs Neueste ein Abenteuer, denn die erlaubte Geschwindigkeit in der Stadt beträgt 70 km/h.
So viel zum Verkehr :)
Kommen wir nun zum Projekt: Das Projekt Hilando Suenos liegt ziemlich außerhalb der Stadt und ist eine Art Betreuung für die Kinder dort im Viertel mit Hausaufgabenhilfe und Freizeitbeschäftigung.
Vormittags sind immer die Grundschulkinder da (manchmal auch mit ihren jüngeren Geschwistern), die meistens auch am meisten Hilfe benötigen. Zur Zeit bin ich aber eher diejenige,die von ihnen Hilfe braucht! Denn oftmals verstehen sie ihre Hausaufgabe nicht und brauchen deshalb jemanden, der es ihnen erklärt. Und dabei versage ich zur Zeit BIT-TER-LICH. Ich habe nämlich das Gefühl, dass sie mir viel mehr erklären als ich ihnen. Dabei schätze ich ihre unglaubliche Geduld, denn sie bemühen sich wirklich mir alles so zu erklären, dass ich das auch verstehe, auch wenn sie sich dabe 50 mal wiederholen müssen.
Nachmittags kommen dann die älteren, die leider nicht so geduldig sind wie die Kleinen. Denn sie haben nicht nur nicht die Geduld mir alles doppelt und dreifach zu erklären, sondern auch nicht die Geduld, Texte zu lesen und abzuschreiben. Doch das wird sich noch sehr bald ändern ;)
So, das war´s dann erstmal von mir
Saludos!!!
Mein erster Eindruck von der Stadt: Bombastisch!!! Hier wird es so schnell nicht langweilig, denn es ist immer was auf der Straße los. Allein schon wenn man den Verkehr sieht, merkt man, dass es jedes Mal aufs Neueste ein riesen Chaos ist. Besonders oft kriegt man hier die Trufis und Taxen zu sehen. Die Trufis (Kleinbusse mit ca. 16 Sitzplätzen) sind vergleichbar mit unseren Bussen und Bahnen hier in Deutschland, denn die Trufis haben Nummern. Diese geben quasi die Trufilinie an, also in welche Richtung dieser Trufi fährt. Sprich es kommt schon mal oft vor, dass man von Trufi zu Trufi umsteigen muss.
Eine Straße in Cochabamba zu überqueren ist, immer wieder aufs Neueste ein Abenteuer, denn die erlaubte Geschwindigkeit in der Stadt beträgt 70 km/h.
So viel zum Verkehr :)
Kommen wir nun zum Projekt: Das Projekt Hilando Suenos liegt ziemlich außerhalb der Stadt und ist eine Art Betreuung für die Kinder dort im Viertel mit Hausaufgabenhilfe und Freizeitbeschäftigung.
Vormittags sind immer die Grundschulkinder da (manchmal auch mit ihren jüngeren Geschwistern), die meistens auch am meisten Hilfe benötigen. Zur Zeit bin ich aber eher diejenige,die von ihnen Hilfe braucht! Denn oftmals verstehen sie ihre Hausaufgabe nicht und brauchen deshalb jemanden, der es ihnen erklärt. Und dabei versage ich zur Zeit BIT-TER-LICH. Ich habe nämlich das Gefühl, dass sie mir viel mehr erklären als ich ihnen. Dabei schätze ich ihre unglaubliche Geduld, denn sie bemühen sich wirklich mir alles so zu erklären, dass ich das auch verstehe, auch wenn sie sich dabe 50 mal wiederholen müssen.
Nachmittags kommen dann die älteren, die leider nicht so geduldig sind wie die Kleinen. Denn sie haben nicht nur nicht die Geduld mir alles doppelt und dreifach zu erklären, sondern auch nicht die Geduld, Texte zu lesen und abzuschreiben. Doch das wird sich noch sehr bald ändern ;)
So, das war´s dann erstmal von mir
Saludos!!!
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