Hola!
Seit dem letzten Post ist hier in Cochabamba echt eine Menge passiert.
So viel, dass ich gar nicht realisiert habe, dass der letzte Post schon wieder 2 Wochen her war!
Wie schnell die Zeit doch vergeht...
Zunaechst hatten wir erst nach knapp einem Monat unsere Bienvenidosfiesta (Willkommensparty) gefeiert zusammen mit uns Freiwilligen Annika, Rebecca(beide Ruway Ñanta), Johanna und mir und unseren Erantwortlichen in den verschiedenen Projekten. Die fiesta war dabei so gut, dass sie erst um 4h morgens ein Ende fand.
Der darauffolgede Tag war Dìa del Peatòn. An diesem Tag ist ueberall in Cochabamba kein einziger Trufi, kein einziges Auto, Taxi oder sonst was gefahren. Dafuer waren die Strassen und die Stadt dann von unglaublich vielen Fahrraedern und Fussgaengern besiedelt. Zudem fanden in der Stadt viele Aktionen statt und auch gab es so viele Verkaufsstaende wie an sonst keinem anderen Tag.
Zusammen mit Annika bin ich erstmal von ihrer WG, welches gluecklicherweise schon in der Stadt liegt bzw. noch auf dem Stadtplan verzeichnet ist, in die Innenstadt losgezogen. Obwohl die WG in der Stadt liegt, brauchten wir ca. 2 Stunden zu Fuss um zur Prado, einer grossen Strasse mit besonders vielen Aktionen zu gelangen. Dadurch, dass wir uns die ganze Zeit unterhalten haben, kam uns der Weg nicht so lange vor.
An der Prado angekommen sind wir erst einmal unzaehligen deutschen Freiwilligen begegnet. Nach einer kurzen Begruessung gingen wir dann wieder getrennte Wege und Annika und ich schlenderten durch die Stadt um uns alles anzusehen. An sich kann man sich das alles wie einen gemuetlichen Shoppingtag in einer x-beliebigen Stadt Deutschlands vorstellen. Fuer war es nur besonders, dass man nun ohne Angst zu haben auf die Strassen gehen kann.
Zum Glueck fuhren die Trufis dann wieder gegen 19h, sodass ich noch nach Hause fahren konnte. (Allein schon mit dem Trufi brauche ich 1 Stunde nach Hause. Also diese Strecke waere ich nicht gerne gelaufen!)
Die darauffolgende Woche war dann eher etwas traurig, da wir uns leider von unserer Vorgaengerin, die ebenfalls Johanna heisst, verabschieden mussten. So brachten wir sie am Montag mit Traenen zum Flughafen. Auch, wenn wir nur 1 Monat mit ihr in Cochabamba verbracht hatten, werden wir sie unglaublich vermissen!
Zwischendurch fand dann auch noch die K`hoa statt, ein Fest, welches jeden ersten Freitag im Monat gefeiert wird (jaa, die Bolivianer haben viele Feste ;)). Dazu triffst man sich abends in den Strassen und feiert dann ausgelassen mit Chicha (ein alkoholisches Getraenk, typisch fuer Cochabamba), Tanz, Gesang, traditionellen Instrumenten und Weihrauch. Dabei ist es so ziemlich egal, ob man sich kennt oder nicht, man bescherrt sich trotzdem zusammen einen schoenen Abend!
Das letzte Wochenende sind wir dann zum ersten Mal zusammen gereist. Ziel war eine Cabaña (Ferienhaus) namens "Ecofish". Dort geniessten wir die Stille, der wir sonst in der Stadt nicht begegnen, spielten zusammen Fussball, liessen uns etwas ueber die Forellen dort erzaehlen und ruhten uns einfach nur aus.
Dabei lauschten wir dem Geraeusch des Wassers und schauten den Fischen beim Schwimmen zu.
Das besondere an Ecofish ist, das hier, wie der Name schon sagt, sehr viele Forellen "gezuechtet" werden. Dazu gibt es unzaehlige Becken, mit Forellen in verschieden Alterstufen.
So durften wir zum Mittagessen auch frische Forellen verzehren. Das war mal eine Abwechslung zu dem ganzen Fleisch in der Stadt!
Erlauben konnten wir uns diese Reise aber auch nur, weil Sonntag ein cochabambinischer Feiertag war. Da die Bolivianer aber auch gerne mal einen freien Tag machen, wurde der Feiertag auf Montag verschoben, dem langen Wochenende zugute.
Doch trotz alldem mussten wir Dienstag dann auch wieder arbeiten gehen.
Bis dahin allen eine gute Woche, wobei jetzt dann auch schon wieder Wochenende!
Besos
Michele
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